Videowettbewerb "Leben im Saarland 2030 - wir werden weniger, älter und bunter" des Gesundheitsministeriums

  Preisverleihung des Videowettbewerbs im Gesundheitsministerium am 19. Dezember 2011
Jung und Alt gemeinsam beim Videowettbewerb des Gesundheitsministeriums

Mehrgenerationen-Filmprojekte des Stadtgartengymnasiums wurden gleich mit fünf Preisen ausgezeichnet


"Oma, das kann doch wohl nicht dein Ernst sein! Bist du schon wieder so spät nach Hause gekommen?", beschwert sich Schülerin Anne-Sophie Salz bei ihrer Film-Oma Ilse Maurer in dem Video, das den Wettbewerb  "Leben im Saarland 2030 - wir werden weniger, älter und bunter" des Gesundheitsministeriums gewonnen hat. Der Film stellt die Rolle von Jugendlichen und Senioren überzeugend und amüsant auf den Kopf - Die Oma will nicht aufstehen, weil sie gerne mit ihren Freundinnen die Nacht zum Tag macht, und spielt lieber Computerspiele, als der Enkelin etwas zu essen zu machen. Richtig gut wird der Film, wenn die älteren Damen das Mädchen dann sogar noch zum Pizza-Service schicken.
Ausgedacht haben sich diese Idee sechs Mädchen aus der Jahrgangsstufe 11 des Saarlouiser Gymnasiums am Stadtgarten: Giulia Cancian, Yukiko Morguet, Roxane Ruffing, Anne-Sophie Salz, Milena Spieß und Aline Wilhelm konzipierten zuerst ein richtiges Drehbuch, das dann mit Hilfe der älteren Schauspielerinnen Ilse Maurer, Frau Ruppental und Frau Spieß vom Seniorenclub "Club 66" in Saarlouis umgesetzt wurde. Dafür bekamen Sie bei der Preisverleihung von den Staatssekretären Pini (Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz) und Körner (Ministerium für Bildung) den ersten Preis im Wert von 500 Euro mit einer Urkunde überreicht. Die Seniorinnen waren ebenfalls  dabei, als der Film vor Publikum im Gesundheitsministerium in Saarbrücken präsentiert wurde.
Auch der 2. und drei weitere Preise des Wettbewerbs gingen an das Stadtgartengymnasium: Anna Bettenfeld, Linna Jiang, Kathrin Thernes und Selina Pira zeigten in ihrem Film, dass man im Alter sehr wohl attraktiv und sportlich sein kann und dass Liebe jung hält. Als Schauspieler standen Roselie Rogosch, Gerd Kranich und weitere Senioren in der Rolle als Fotomodel, Liebespaar und Angeklagte im Gericht vor der Kamera. Für den Videofilm hatten die Jugendlichen einen Raum im Amtsgericht zur Verfügung gestellt bekommen. In weiteren Filmen erschrecken die Senioren an Halloween ihre Nachbarn, bekommen mit 60 nochmal Kinder oder sehnen sich danach, wie Kia Kirchen in dem Film "Von wegen ewige Jugend", endlich Falten für das neue Schönheitsideal zu bekommen.
Die witzigen Filme stehen jedoch vor dem ernsten Hintergrund des anstehenden demografischen Wandels, wie die Staatssekretäre Sebastian Pini und Stephan Körner bei der Ansprache zum Wettbewerb erklärten. Zweck des Wettbewerbs war es, die Oberstufenschüler mit dem Thema vertraut zu machen und sie aufzuklären. Pini: "Nur wenn sie die Herausforderungen, aber auch die großen Chancen einer alternden Gesellschaft kennen, können sie die Weichen in die richtige Richtung stellen."
Die Produktion von Filmen in Mehrgenerationenprojekten hatte Seminarfachlehrer Christian Korne angeregt, der über sein Projekt "Lebensentwürfe" am Stadgartengymnasium die Kontakte zu den älteren Leuten herstellte und im Unterricht die Erstellung von Drehbüchern und den Umgang mit der Schneidesoftware am Computer einübte. "Die Schüler sind sehr engagiert an die Arbeit gegangen", erzählt Korne begeistert. "Sie haben sich an mehrere Seniorenvereine gewendet und sogar an die Altenheime in Saarlouis. Eine Gruppe hat 25 Schauspieler für einen Bus zusammenbekommen, den die KVS in Saarlouis ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Alle Gruppen haben sich sehr viel Mühe gemacht und ich bin beeindruckt von den Leistungen, die sie erbracht haben."
Mit insgesamt 10 Filmen hatten die 16-17Jährigen an dem Wettbewerb teilgenommen. Die Filme können auf der Webseite der Schule unter "www.sgs-saar.de" angeschaut werden. Dort gibt es auch weitere Informationen über die Mehrgenerationenarbeit des Saarlouiser Gymnasiums am Stadtgarten.

C. Korne

Hier einige Bilder der Preisverleihung vom 19. Dezember 2011

Videowettbewerb

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Videowettbewerb

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2. Preis

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1. Preis


Staatssekretäre Pini und Körner zeichnen Preisträger des Foto- und Videowettbewerbs „Leben im Saarland 2030“ aus    
Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums vom 19.12.2011 - 12:00 Uhr

Gesundheits-Staatssekretär Sebastian Pini und Bildungs-Staatssekretär Stephan Körner haben heute die Gewinner des Foto- und Videowettbewerbs „Leben im Saarland 2030“ ausgezeichnet. Der Wettbewerb richtete sich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die ihre persönlichen Vorstellungen zum Thema „Leben im Saarland 2030 – Wir werden weniger, älter und bunter“ im Video darstellen bzw. als Foto digital einreichen konnten.

„Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme“, bilanziert Gesundheits-Staatssekretär Sebastian Pini. Insgesamt 92 Schülerinnen und Schüler haben 43 Beiträge eingereicht. 20 der eingereichten Beiträge haben einen Preis erhalten. Pini: „Dabei gab es eine große Bandbreite an Ideen und Herangehensweisen. Mich freut, mich welcher Kreativität und Ideenvielfalt die jungen Menschen ans Werk gegangen sind. Dies ist ein Beitrag, sich den Prozessen des Demographischen Wandels bewusst zu werden und sie gestaltend anzugehen. Denn: Die Schüler von heute sind die Entscheider von morgen. Nur wenn sie die Herausforderungen, aber auch die großen Chancen einer alternden Gesellschaft kennen, können sie die Weichen in die richtige Richtung stellen.“ Studien zeigen, dass rund einem Drittel der jungen Erwachsenen nicht bekannt ist, dass sich Deutschland in einem Prozess des Demographischen Wandels befindet.

Wie leben Jung und Alt künftig nebeneinander? Wie muss sich das Umfeld dafür verändern? Und was bedeutet das für das eigene Leben? Dies waren nur einige Fragen, denen die Schülerinnen und Schüler mit ihren Foto- und Video-Beiträgen auf den Grund gegangen sind.

Bildungs-Staatssekretär Stephan Körner: „Die Teilnehmer wurden durch diesen Wettbewerb angeregt, darüber nachzudenken, wo sie in knapp 20 Jahren stehen wollen und welches gesellschaftliche Umfeld sie sich wünschen. Viele können heute schon in der nahen Umgebung die Auswirkungen der demographischen Prozesse hautnah miterleben. Das Altern unserer Gesellschaft wird deren Zukunft wesentlich mitbestimmen. Deswegen ist es wichtig, dass sie sich möglichst früh mit dem Thema auseinandersetzen.“

Alle Informationen zum Wettbewerb sowie zu anderen Themen rund um den Demographischen Wandel gibt es unter www.demographie.saarland.de


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